Verwendete Produkte: Zugstangen 460 und Druckstreben
Hintergrund:
Die jüngste größere Maßnahme an den Glaskonstruktionen des Gare de Lyon betraf die Petite Halle Voyageurs (PHV), die Halle 1 umfasst, und wurde Anfang 2014 nach rund dreijähriger Bauzeit abgeschlossen. Dieses Projekt war Teil eines umfassenderen, auf den Denkmalschutz ausgerichteten Programms der SNCF Gares & Connexions, das in Zusammenarbeit mit dem federführenden Architekturbüro AREP sowie dem Ingenieurbüro MaP3 www.map3.net durchgeführt wurde und speziell auf die Restaurierung historischer Bahnhofshallen und ihrer Eisen-Glas-Fassaden abzielte.
Im Mittelpunkt der Sanierung standen das historische Glasdach und dessen Metalltragwerk, das ursprünglich aus dem Jahr 1898 stammt und unter Denkmalschutz steht. Der Gare de Lyon ist eines der bedeutendsten Eisenbahn-Denkmäler Frankreichs, und seine Hallen aus Eisen und Glas sind prächtige Beispiele für die Eisenbahnarchitektur des späten 19. Jahrhunderts, deren Erhalt von großer Bedeutung ist.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten
Vollständige Restaurierung der Glasfelder (verrières), wobei beschädigte Scheiben ersetzt oder instand gesetzt werden, wobei die ursprüngliche Geometrie und der Rhythmus der Konstruktion erhalten bleiben
Reinigung, Reparatur und Neulackierung des Metallgerüsts unter Berücksichtigung der historischen Farben und Techniken
Wiedereinführung eines zentralen „puit de lumière“ (Lichtschacht) über Halle 1, wodurch das ursprüngliche Tageslichtkonzept des Bahnhofs wiederhergestellt wird
Einbau von Hochleistungsverglasungen, die den thermischen Komfort verbessern, Blendungen reduzieren und die Wärmeentwicklung begrenzen, ohne dabei die Transparenz und die optische Leichtigkeit zu beeinträchtigen.
Das Leitprinzip der Restaurierung bestand darin, dem Saal sein ursprüngliches Erscheinungsbild und seine ursprüngliche Helligkeit zurückzugeben, und nicht darin, ihn neu zu interpretieren.
Zu den wichtigsten Aspekten des Ansatzes gehörten:
- Enge Zusammenarbeit mit den „Architectes des Bâtiments de France“ und den Denkmalschutzbehörden
- Einsatz traditioneller Restaurierungstechniken für Metall und Glas an sichtbaren Stellen
- Diskrete Integration moderner Leistungsstandards (Wärmedämmung, Sonnenschutz, Sicherheitsglas), ohne den historischen Charakter zu verändern
Es ist gelungen, sowohl eine visuelle als auch räumliche Wirkung zu erzielen: Die Halle ist nun wesentlich heller, und Glas und Metall spielen unter Verwendung moderner Materialien eine architektonisch bedeutende Rolle.
Beteiligung von MacalloyB : In Zusammenarbeit mit MaP3, den Statikern, haben wir Zugstangen der Güteklasse 460 und M30-Druckstreben geliefert
Vielen Dank an Taha Aladine von MaP3, der die Fotos dieser Restaurierung zur Verfügung gestellt hat www.map3.net


Jahr
2024
Standort
London
Land
Großbritannien
Architekt
AREP

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